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Du bist so jung wie Deine Zuversicht-

Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt,

sie ist ein Geisteszustand.

Sie ist Schwung des Willens,

Regsamkeit der Phantasie, Stärke der Gefühle,

Sieg des Mutes über die Feigheit,

Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.

Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre

hinter sich gebracht hat. Man wird nur alt,

wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt.

Mit den Jahren runzelt die Haut,

mit dem Verzicht auf Begeisterung

aber runzelt die Seele.

Sorgen, Zweifel, Mangel an Selbstvertrauen,

Angst und Hoffnungslosigkeit,

das sind die langen, langen Jahre,

die das Haupt zur Erde ziehen

und den aufrechten Geist in den Staub beugen.

Ob siebzig oder siebzehn,

im Herzen eines jeden Menschen wohnt

die Sehnsucht nach dem Wunderbaren,

das erhebende Staunen beim Anblick

der ewigen Sterne und der ewigen Gedanken

und Dinge, das furchtbare Wagnis,

die unersättliche kindliche Spannung,

was der nächste Tag wohl bringen möge,

die ausgelassene Freude und Lebenslust.

Du bist so jung wie Deine Zuversicht,

so alt wie Deine Zweifel,

so jung wie Deine Hoffnung,

so alt wie Deine Verzagtheit.

Solange die Botschaft der Schönheit,

Freude und Größe der Welt,

des Menschen und des Unendlichen,

Dein Herz erreichen, solange bist Du jung.

Erst wenn die Flügel nach unten hängen

und Dein Herz vom Schnee des Pessimismus

und vom Eis des Zynismus bedeckt ist,

dann erst bist Du wahrhaft alt geworden.

Albert  Schweitzer  1875 – 1965
Moni Juli
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„Arbeiten mit den Händen. Wandern in der freien Natur. Essen, wenn man Hunger hat. Schlafen, wenn man müde ist. Sprechen mit den Bäumen und den Würmern. Flöten für die Vögel und auf einem Kamm blasen für die Fische. Du bekommst neue Augen für die Wunder um dich herum. Du wirst weniger verbrauchen, aber mehr und bewußter genießen. Genießen ist ein Segen. Mit wenig zufrieden sein und viel genießen ist die Kunst und das Glück von wirklich freien Menschen.“

© Phil Bosmans(1922 – 2012), belgischer Ordenspriester, Telefonseelsorger und Schriftsteller,    ›der moderne Franziskus‹

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Kochen mit Liebe ( es kommt auf das WIE an )

Die Gerichte sollen zur Lebendigkeit beitragen, zur Belebung der Sinne und der Geschmacksnerven. Dies gelingt nur dann, wenn die Speisen mit viel Liebe,Freude und Herzlichkeit zubereitet und serviert werden und ihrerseits auch „lebendig“ sind. Bei uns erfahren Sie – und das ist uns sehr wichtig – wie wir mit Lebensmitteln umgehen und welche Zubereitungsmethoden wir verwenden.
Neben dem Erlebnisfaktor der ernährungsbewussten Küche gewinnt vor allem die Bewahrung der regionalen Identität künftig an Bedeutung. Letzteres kann durchaus mit Elementen der Küche fremder Länder kombiniert werden, wie es dem zeitgemäßen Küchenstil entspricht. Wichtig ist uns aber stets, bei der Zubereitung der Speisen auf regionale Grundprodukte aus heimischer Landwirtschaft zurückzugreifen.

Unser Küchenkonzept beinhaltet eine ernährungs-
bewusste Küche mit frischen Zutaten und schonender Zubereitung.
Das Besondere am Kochen ist, daß alle Sinne beteiligt sind. Gerade im körperlich-geistigen Zusammenspiel und dem Verknüpfen von Sinneswahrnehmungen, dem Schmecken, Riechen, Sehen, Hören und Tasten, kann höchste Perfektion erreicht werden. Die Information über eine erforderliche Flüssigkeitsmenge zum Beispiel erfährt der Koch über den Widerstand beim Schlagen oder Kneten eines Teigs. Der Garzustand des Fleisches wird getastet, indem er mit den Fingern das Fleisch eindrückt. Hitze im Topf oder im Backofen kann sich über die Art und Lautstärke eines Geräuschs mitteilen. Die Nase stellt Alter oder die Quantität einer wichtigen Zutat fest, oder weiß um den Garzustand eines Bratens.

Die meisten Gerichte stammen noch aus einer solchen, am Körper orientierten Kochtradition und gelingen deshalb auch am besten, wenn sie ohne große technische Hilfsmittel gemacht werden. Denn genauso wie es einen richtigen Zustand der Speise gibt und sie in einem bestimmen Moment fertig ist, gibt es eine richtige Verarbeitungsweise der Zutaten, die in ihrer Vielfältigkeit von Maschinen meistens nur ungenügend imitiert werden kann. Daher arbeiten wir in einem direkten Handkontakt zu den Speisen. Nicht zuletzt auch, weil es Spaß macht. Geräte kommen nur dann zum Einsatz, wenn die Qualität nicht zu sehr leidet oder es sich um Speisen handelt, die aus einer maschinen-dominierten Zeit stammen und speziell für diese ausgedacht sind.

Spannend, wohlschmeckende Gerichte einer fundierten und aussage-starken Küche bestehen oft nur aus wenigen Zutaten, die qualitativ sehr gut sein müssen.
Wir kochen also mit reifen Früchten und Gemüsen der Jahreszeit und mit dem Fleisch von Tieren, die Bewegung haben durften. Alle Lebensmittel die aufunnatürliche Art entstanden sind, insbesondere die Welt der künstlichen Aromen, ist für uns geschmacklich nicht interessant.

Kochen für den Mund

Ein Gemälde ist in erster Linie für das Auge gemacht, Musik in erster Linie für die Ohren. Beim Essen hingegen sind alle Sinnesorgane beteiligt und man schmeckt, riecht, sieht, hört und tastet gleichzeitig. Auch wenn das
Auge in der Speisengeschichte eine wichtige Bedeutung zugesprochen bekommt und sogar „mitißt“, bleibt der Mund mit seiner Nase dennoch der Ort, der allein in der Lage ist, den Geschmack einer Speise zu beurteilen.

Speisenbauen heißt deshalb, Geschmacks-Erlebnisse in erster Linie für Mund und Nase zu schaffen.

Pius liest Hesse

„Und wenn Ehr nicht mit Liebe, sondern nur mit Widerwillen arbeiten könnt,
lasst besser Eure Arbeit und setzt Euch ans Tor des Tempels und nehmt Almosen
von denen, die mit Freude arbeiten.
Denn wenn Ihr mit Gleichgültigkeit Brot backt, backt Ihr ein bitteres Brot,
das nicht einmal den halben Hunger des Menschen stillt.
Und wenn Ihr die Trauben mit Widerwillen keltert, träufelt Eure Abneigung
ein Gift in den Wein“.
Kahlil.Gibran

Backen – nicht nach Rezepten, sondern nach Gefühl. Während wir die Zutaten mischen, behalten wir im Auge, daß wir Lebensmittel handhaben, die sich je nach Wetter, Temperatur, Stimmung, Verarbeitung und Herkunft anders verhalten. Die Konsistenz der Teige erfahren wir mit Hand, Nase und Auge – ein sinnlicher Genuss, genauso so schön wie ein ofenfrisches Brot!

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Weitsicht im Alter

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