Besinnungsweg MUTTER ERDE

Mutter Erde trage mich,

Vater Himmel, beschütze mich,

Schwester Sonne, wärme mich,

Bruder Wind, durchpuste mich.

Ich bin ein Kind der Schöpfung

und darf aus ihr schöpfen,

wenn ich erschöpft bin,

um neu schöpferisch zu sein.

Mutter Erde, trage mich.

(Gila van Delden)

 

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Die Erde ist ein riesiges und kompliziertes Ding. Kein Wunder, dass die Leute früher glaubten, nur übermenschliche Wesen könnten so was geschaffen haben.

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Der Schamane Seyaringuma mahnt:

„Oft sprechen die Menschen der westlichen Kultur über einen Baum oder die Tiere, sie sprechen vom Feuer, von der Luft oder vom Ozean. Aber sie sitzen dabei in einem Büro mit Klimaanlage, den ganzen Kabeln und dem ganzen Komfort. Sie werden den Baum nicht pflanzen, sie werden sich nicht um die Tiere und auch nicht um die Berge kümmern. Sie werden auch nicht ihren spirituellen Tribut an die Elemente von Mutter Erde leisten, sondern sie reden einfach nur in ihren klimatisierten Büros.

Aber so geht das nicht. Man muss in den Wald gehen, mit dem Wald reden, mit den Bergen reden, mit den Tieren reden, mit der Luft reden, mit Vater Sonne reden, so wie das einige Menschen auf der Erde mittlerweile machen. Wenn man vom Reden in die Tat übergeht, entfaltet sich Spiritualität. Wenn ich mit wenigen Worten singe, dann ist das Spiritualität, das ist Frieden und Liebe für die Bäume und die Pflanzen, denn sie sind Anfang und Ende aller Schöpfung.

ccc-iintmagesDer Begriff Erde hat in der Literatur – bereits schon in der Schöpfungsgeschichtre  drei Bedeutungen: zuerst den Planeten -den Globus – dann das feste Land im Unterschied zum Meer . im geograpischen Sinne die Erde als Heimat und schließlich den fruchtbaren Ackerboden oder Mutterboden

So vielschichtig  ist die Erde in ihrer Deutung:

Erde als Material, als gefährdeter Boden auf dem wir stehen und den wir bebauen und der uns vielleicht gehört, Erde als Heimat, als Lebensgrund, als Ursprung allen Lebens und schließlich Erde als Grab, als Schicksal, als Übergang.

Der Ur-Stoff Lehm spielt in allen Bereichen – wie wir noch sehen werden – eine recht bedeutende Rolle.

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 Unser Lied von Mutter Erde > Klick

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Die Erde lernen wir begreifen durch anfassen

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Es wird höchste Zeit, dass ich und du und wir alle, sanfter mit Mutter Erde umg

„Mutter Erde ist die Mutter allen Lebens, der Pflanzen, der Tiere und der Menschen. Aus ihrem fruchtbaren Schoß kommt alles Leben hervor und geht wieder zu ihr zurück“

Dieses Sinnbild wurde im Laufe der Menschheitsentwicklung von vielen Kulturen und Religionen in ähnlicher Form zum Mittelpunkt des Weltbildes erhoben. Die Erde wurde als Gebärerin und Kraft des Lebens, als Göttin, Geliebte oder Mutter des Todes verehrt. Dies hatte letztendlich einen behutsamen, ökologisch-verantwortlichen und nachhaltigen Umgang mit dem Boden zur Folge. Hier offenbart sich ein religiös motiviertes Bodenbewusstsein und eine besondere Bodenethik.

Kulturgeschichtlich gesehen ist der Mutter-Erde-Kult bereits bei Gesellschaftsformen zu finden, die den Ackerbau noch nicht kannten. Die Verehrung der „Mutter Erde“ hatte jedoch insbesondere in Pflanzer- und Ackerbaukulturen ihren Ort. „Hier hängt das menschliche Leben vorwiegend von den Erzeugnissen der Erde ab. Aus der Erde kommen die Ernten und wachsen alle anderen Nutzpflanzen.“ (PETTAZZONI)

Religionsgeschichtlich betrachtet wurde die Vegetationskraft der Erde mit der weiblichen Mutterschaft verglichen. „Aus dem Samenkorn, das in die Erde gesteckt wird, entsteht das Wachstum der Pflanze. Die Erde ist die große Mutter der Erzeugung und Erschaffung

Heutzutage ist aus dem Erdboden  „ein neutraler Gegenstand, eine Sache geworden, die man gebraucht und verbraucht“  Mit der Abkehr von einer mythischen, metaphysischen oder theologischen Weltdeutung und der zunehmenden Instrumentalisierung und Beherrschung der Natur wurde das Sinnbild „Mutter Erde“, das gemeinsame Band zwischen Mensch und Natur, verdrängt.  Die elementare Wertschätzung von „Mutter Erde“ ist in der heutigen Gesellschaft weitgehend verloren gegangen ist

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„Die ihr meine gewölbte Hautdecke bewohnt,                                        zahlreiches Menschenvolk, erkennt, wer ich bin:

Ich bin die Mutter Erde:
Ich bin die Ewig-Alte,
Die Urmutter aller Wesen,
Und zugleich die Ewig-Junge,
Die sich stets selbst erneuert,
Die ewig aufersteht durch Wiedergeburt:
Ich bin Demeter und Persephone zugleich.

Aber nicht Alte oder Junge sollt Ihr mich nennen,
Denn ich bin jenseits aller Zeit: Ich bin der ewigwährende Geist,
Der im Planeten Erde seine Wohnstätte hat;
Und als es die Erde noch nicht gab,
Da habe ich schon präexistiert
In anderen geistigen Welten:
Ich war immer, ich bin immer,
Und ich werde immer sein.

Ich bin die Hüterin allen Lebens:
Und tief im Erdinneren befindet sich mein Tempel,
In dem ich mit meinen Schwestern
Über die heilige Flamme des Jenseits wache;
Denn allem Lebendigen schenke ich Odem.

Diese Erde, die Ihr bewohnt, ist mein Körper:
Die Flüsse und Bäche sind meine Adern;
Das Felsgestein ist mein Knochenmark;
Der Humus ist mein Fleisch;
Die Lufthülle ist mein Mantel,
Der mich bewahrt vor der Hitze der Sonne
Und vor der Kälte des Weltraums gleichermaßen.

Der Nordpol ist mein Scheitel,
Und der Südpol ist mein Becken,
Die Gebirge der Anden und Rocky Mountains
Sind meine Wirbelsäule,
Und die Wälder Amazoniens und Kongo
Sind meine Lungen:
Ich bin die Mutter Erde!“

Quelle: EHMER, M. K. (1994): Göttin Erde. Kult und Mythos der Mutter Erde

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 Die Oase der Sinne heißt uns willkommen + Klick

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Zeichnung des Weltenbaums der Maya

Taillte ist eine Erdgöttin, Beschützerin des Ackerbaus und Schutzgottheit für Wettkampfspiele und friedliche Wettbewerbe aller Art. Sie wird als das mütterliche Irland verehrt. Damit ist die Insel Irland eigentlich die Göttin selbst.

Auf jeden Fall ist sie einer der ältesten irischen Göttinnen und die Verkörperung der Boden- und Naturkräfte. Sie wird auch Telta genannt, was vom altirischen „talam“ = Erde kommt. Dem Mythos nach kultivierte sie das Land und starb dann an völliger Verausgabung. Sie ist die Amme bzw. die Ziehmutter des Sonnen- und Lichtgottes Lugh. In einigen Versionen der Legende hat sie auch selbst die Sonne geboren bzw. ist die erdige Geliebte des sonnigen Gottes.

„Muttertag“ der anderen Art

Auf ihre Bitte hin veranstaltete Lugh nach ihrem Tod für sie ein Fest, das interessanter Weise nach ihm „Lughnasad“ genannt wurde und nicht nach ihr, der Göttin, der eigentlich dieses Fest gilt. Zu ihrem Andenken schüttete ihr Sohn Lugh auch einen Grabhügel auf und ließ friedliche Wettkampfspiele veranstalten, deren Schutzgöttin Taillte ist.

Die berühmten Spiele von Telltown wurden ihr zu Ehren bis in das 12. Jahrhundert hinein abgehalten und dauerten den ganzen August, dem heiligen Monat der Taillte. Heute erleben diese Spiele, die auch die „Olympischen Spiele Irlands“ genannt werden, eine Renaissance.

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muttererde – vaterland – menschenskinder!

Das Thema Land hat viele Facetten und spiegelt sich – wie vorher erwähnt – in den Begriffen wie Mutter Erde oder auch Vaterland.

Mission EineWelt hat dies aufgegriffen und daraus einen Kampagnenslogan gemacht.

 Unter den Schlagworten „muttererde – vaterland – menschenskinder!“ sollen die verschiedenen Aspekte deutlich gemacht werden.

„Mutter Erde“, die uns Menschen als Lebensgrundlage dient und Ernährung sichert. Daneben steht „Vaterland“, das Heimat bietet und Ort der Ahnen, der Generationen ist.

Und zuletzt „Menschenskinder“, das als Überschrift für den menschlichen Umgang mit der uns anvertrauten Schöpfung stehen soll.

 

Wenden wir uns zunächst dem Begriff Heimaterde zu.

 „Heimat ist Tiefe, nicht Enge“, ist ein Leitsatz des österreichischen Kulturpolitikers und Volkskundlers Hanns Koren, gestorben 1985. Man kann es vielleicht auch umdrehen: Wer keine Heimat hat, die er liebt, der wird an irgendeiner Stelle eng.

Eine Heimat zu haben, bedeutete Haus und Hof in einer Gemeinde zu besitzen. Wer „Heimatrecht“ hatte, durfte sich in einer Siedlung niederlassen, dort leben und seinem Handwerk nachgehen.

Erworben wurde dieses Recht auf dreierlei Wege: entweder durch Geburt, durch die Verheiratung mit einem Gemeindebewohner oder durch eine offizielle Gestattung der Niederlassung, beispielsweise im Falle eines Hauskaufs. Mit dem Erhalt des Heimatrechts ging man einerseits gesetzliche Verpflichtungen gegenüber der Gemeinde ein. Anderseits hatten diejenigen, die in Armut lebten, aber auch finanzielle Unterstützungsansprüche.

Das, was früher „Heimatrecht“ hieß, ist heute am ehesten auf das Wort der „Staatsangehörigkeit“ zu übertragen.

  Ausführliches über Heimatrecht  >hier klicken

Die Rote Bank II

Meine Heimat ist in den vergangenen Jahren der Albtrauf und insbesonders die Gemeinde Kohlberg geworden,

 

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„Die Deutschen haben eine Sehnsucht nach Heimatboden“ behaupten kritische Journalisten.

Für ausländische Beobachter ist ein typischer Deutscher präzise, fleißig und bodenständig. Ein typisch deutsches Wort ist „Heimweh“

Weitblicken vom Jusi oder vom Freiluft- Ballon aus Tausend Meter von oben

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Zugang zum Bauch von Mutter Erde

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Das Bild der Erde als Scheibe war in frühen Kulturen, zum Beispiel bei den alten Ägyptern vor Tausenden von Jahren, verbreitet. In ihrer Vorstellung bestand die Erde aus drei Ebenen: In der Unterwelt befanden sich die Verstorbenen, in der Mitte lebten die Menschen des „Diesseits“ – darüber lag der himmlische „Ort der Götter“. Die Menschen damals fürchteten, dass man vom „Ende der Welt“ aus in die Unterwelt stürzen könnte. Durch Beobachtungen der Erde und des Alls glaubten aber mit der Zeit immer weniger Menschen an das scheibenförmige Modell der Erde.

Vor allem unter den alten Griechen gelangten viele Gelehrte zu der Erkenntnis, dass die Erde eine runde Form haben müsse. Aristoteles zum Beispiel, der im 4. Jahrhundert vor Christus lebte, leitete dies aus der Beobachtung ab, dass bei anfahrenden Schiffen am Horizont immer zuerst der Mast sichtbar war – unabhängig, aus welcher Himmelsrichtung sie kamen. Zudem stellte er fest, dass sich bei einer Mondfinsternis ein kreisförmiger Schatten auf dem Mond abzeichnete. Bei einer Mondfinsternis steht die Erde immer genau zwischen Mond und Sonne, die drei Himmelskörper befinden sich dabei auf einer Linie. Hätte die Erde die Gestalt einer Scheibe, könnte sie also keinen runden Schatten auf den Mond werfen. Aristoteles war überzeugt davon, dass die Erde kugelförmig sein müsse. Auch unter den Geistlichen des Mittelalters – wie dem Theologen Thomas von Aquin – war die Vorstellung einer Erdkugel bereits weit verbreitet.

Die Kirche wußte zwar bereits vom Modell der kugelförmigen Erde, lehnte aber viele wissenschaftliche Theorien und Erkenntnisse ab. Einige Forscher, die mit ihren Lehren der Auffassung der Kirche widersprachen, wurden verfolgt und bestraft.

Der berühmte Wissenschaftler Galileo Galilei, der von 1564 bis 1642 lebte, glaubte die Kirche von seinen sensationellen Forschungen überzeugen zu können. Die Lehre der Erdbewegung wurde allerdings als „absurd“ und „irrgläubig“ bezeichnet und galt als „Gotteslästerung“. Galilei wurde gezwungen, seiner Überzeugung abzuschwören und lebenslang unter Arrest gestellt.

Kommen wir damit von der Weltsicht zur Weitsicht.  Sicher gibt es hier Zusammenhänge

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 Friede sei auf Erden >>> klick

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Immerwährender Friede mit der Natur und mit Mutter Erde

Von Leonardo Boff

Eine der schöpferischsten Hinterlassenschaften des Franz von Assisi, die durch Franziskus von Rom aufgegriffen wurde, ist das Gebet für den Frieden, den wir heute so dringend brauchen. Ursprünglich grüßte der Hl. Franziskus alle, denen er begegnete, indem er ihnen „Frieden und Heil“ wünschte, was dem biblischen Shalom entspricht. Der Frieden, nach dem er sich sehnte, beschränkte sich nicht auf zwischenpersönliche und soziale Beziehungen. Ihm ging es um einen immerwährenden Frieden mit allen Erscheinungsformen der Natur, die er zärtlich Brüder und Schwestern nannte.

Vor allem „Schwester und Mutter Erde“, wie er sie nannte, sollte diese Umarmung des Friedens erfahren. Sein erster Biograph, Thomas von Celano, fasst auf wunderbare Weise das Gefühl der Geschwisterlichkeit mit der Welt, das ihn so erfüllte, in seiner Beschreibung wie folgt zusammen: „Er war jedes Mal von unaussprechlicher Freude erfüllt, wenn er die Sonne sah, den Mond anschaute und seinen Blick dem Firmament und den Sternen zuwandte. Wenn er auf Blumen traf, predigte er ihnen, als wären sie mit Intelligenz begabt, und lud sie ein, Gott zu preisen. Er tat dies mit unschuldiger und bewegender Zärtlichkeit: Er hielt die Weinberge, die Weizenfelder, die Steine und Wälder, die Felder auf dem Lande und die Flussläufe, die schönen Obstgärten, die Erde, das Feuer und den Wind zur Dankbarkeit an.“

Diese ehrfürchtige und zärtliche Haltung trieb ihn dazu, Schnecken von den Wegen aufzuheben, sodass niemand auf sie treten würde. Er gab den Bienen im Winter Honig, damit sie nicht verhungerten und erfroren. Er forderte die Brüder dazu auf, die Bäume nicht mit den Wurzeln zu fällen in der Hoffnung, dass diese wieder austrieben. Selbst den Unkräutern wies er einen Platz in den Gärten zu, an dem sie gedeihen konnten, denn auch sie zeugten vom „schönsten Vater aller Dinge“

Gedanken des Franziskus zur Mutter Erde >>hinhören!

2004 Wolf Gubbio

Sonnengesang des Franz von Assisi + hören und schauen

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Gehe ruhig und gelassen deinen Weg durch Lärm und Hast dieser Welt, und vergiss nicht, welcher Frieden in der Stille liegt. Lebe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in guten Beziehungen zu anderen Menschen. Äußere deine Wahrheit ruhig und klar. Höre aber auch anderen zu, selbst den Törichten und Unwissenden. Auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen. Sie sind eine Qual für den Geist. Es ist möglich, dass du entweder stolz oder verbittert wirst, wenn du dich mit anderen vergleichst, denn immer wird es bedeutendere und unbedeutendere geben als du selbst. Übe Vorsicht in deinen Geschäften, denn die Welt ist voller Betrügereien. Verschließe dich aber auch nicht der gleichermaßen vorhandenen Rechtschaffenheit. Viele Menschen streben nach hohen Idealen, und das Leben ist voll von stillem Heldentum. Sei du selbst.

Heuchle keine Zuneigung und spotte nicht über die Liebe. Trage freundlich die Bürde der Jahre und gib mit Anmut alles auf, was der Jugend zusteht. Stärke die Kraft deines Geistes, um plötzlichem Unglück gegenüber gewachsen zu sein. Viele Ängste entstehen durch Müdigkeit oder Einsamkeit. Neben einer heilsamen Disziplin sei freundlich mit dir selbst.

Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und Sterne. Du hast ein Recht darauf, hier zu sein. Und das Universum wird sich so entfalten, wie es sein muß, ob dir dies bewusst ist oder nicht. Darum lebe in Frieden mit Gott, was immer du dir unter ihm vorstellst. Und was immer deine eigenen Bemühungen und Absichten sein mögen:

Halte Frieden mit deiner Seele in diesem lärmigen Durcheinander des Lebens. Mit all ihrem Schein, ihren Kümmernissen und zerbrochenen Träumen ist diese Welt dennoch wunderbar. Strebe behutsam danach, glücklich zu sein.

(Aus der alten St.Pauls-Kirche, Baltimore von 1692)

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Auf dem Besinnungsweg an der Baumkrümmung oben das TAU –                                                         es ist das Symbol der Franziskaner.

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 Am Besinnungsweg der Schussen bei Langenargen: Die Göttinnen des Wassers

Erde – die Mutter allen Grüns

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Wer nach einem warmen Regenguss die Fenster öffnet oder in den Garten tritt, empfängt den unvergleichlichen Duft der Erde: herb und in seiner ganzen Bandbreite von „grün bis frisch“. In solchen Momenten ist spürbar, dass die Erde die Mutter allen Grüns und die Lebensspenderin dieses Planeten ist – und sie hat viele Facetten

Auf der Suche nach Wurzeln

Schauen wir doch mal in unseren Alltag. In der Zeitung lesen wir jeden Tag von Flüchtlingsströmen die in den letzten Monaten ein Ausmass angenommen haben, das wir nicht mehr ignorieren können. Jeden Tag strömen hunderte, tausende von Flüchtlingen über die Meere auf der Suche nach einer möglichen Existenz, weit weg von ihrem Heimatboden. Sie sind entwurzelt und hoffen irgendwo, in einer besseren Welt Wurzeln schlagen zu können, um zu überleben. Ihr Heimatboden nährt sie nicht mehr, gibt ihnen keinen Frieden mehr und treibt sie voller Verzweiflung und auch ein wenig Hoffnung in die Ungewissheit.
Der Grund dafür liegt in unserer globalisierten Welt. Es ist eine ungesunde Globalisierung, denn wir „der reiche Norden“ haben seit Jahrzehnten, sogar einigen Jahrhunderten, unsere Wurzeln in ihren Heimatboden geschlagen und saugen diesen aus. Wir nutzen ihn für unsere Lebensmittel, für unser Viehfutter, entziehen ihm die Rohstoffe für unseren technisierten Wohlstand, bauen unsere Fabriken darauf, vergiften und entwässern ihn, vernichten das natürliche Ökosystem, um ein Wirtschaftssystem zu nähren, das süchtig ist nach Wachstum und machen uns vor, es diene dem Wohlstand, was aber treffender als „ein Leben in Masslosigkeit“ zu bezeichnen ist. Diese Masslosigkeit dient nicht unserem Wohl, sondern befriedigt eine Sucht der inneren Leere, die durch das Abtauchen in die materielle Welt und das Ignorieren unserer spirituellen Natur entstanden ist.

 

 

Globalisierung im Sinne von Vernetzung und Verbundenheit ist eine wichtige Sache. Aber nicht über die ausbeuterische Art der Wurzeln, sondern über den Austausch von Früchten, die auf dem Heimatboden entstanden sind, durch eine gesunde, lokale Verwurzelung, die Verbindung zum eigenen Boden, dem Wissen und der Weisheit der Ahnen und dem was uns die Erde dort schenkt, wo wir hin geboren/gepflanzt wurden. Die Früchte die daraus entstehen, werden Früchte eines gesunden Wachstums sein, das Sorge trägt zu allem was uns der Planet Erde schenkt. Wir sind ein Teil dieses Systems, dieses Organismus, so wie jede unserer Zellen ein Teil unseres Körper-Systems ist, in dem eine gesunde Seele und ein gesunder Geist wohnen darf.

verwurzeltsein >klick

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Verwurzelt sein he9t Heimat haben und verbunden sein

mit der Erde, den Menschen hier und dem Jahteskreislauf

 

 

 

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Tief verwurzelt im Heimatboden, aus dem Lehm der Erde geschaffen, steigt sie auf und dem Himmel entgegen, der Zartheit und Verletzbarkeit unserer Lufthülle: eine irdene Göttin-Figur. Eine Lichtgestalt in den Strahlen der Sonne.

Sie verbindet das Schwere und Massive unseres Heimatplaneten mit der Leichtigkeit und Unbesorgt­heit des grenzenlosen Raums.
Sie greift nach den Sternen, der Weite des Weltalls und weist so unseren Träumen eine Richtung!
Für mich verkörpert sie die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst, entgegen der Schwerkraft ein Aufstreben nach Evolution und Weiterentwicklung. Dinge, an denen ich aus vollem Herzen teilnehmen darf und für die ich auch meinen Teil Verantwortung trage.

Ein Aufbäumen gegen das Elend, den Schmerz und das Leid des Alltags hin zu Glück und Zufriedenheit. Selbstbewusstsein und Stolz vermittelt mir meine Figur.

Gefühle, die ich mich bemühe, in mein Umfeld zu tragen, gemeinsam mit Liebe und Menschlichkeit. Wenn ich in einer klaren Nacht im Freien bin und die Unendlichkeit des Sternenzeltes auf mich wirken lasse, und mir die Größenordnungen bewusst mache, rückt sich vieles wieder zurecht und ich finde zu Ruhe und Gelassenheit

 zum Thema Lehm schreibt der Lehmbau-Unternehmer Steffen Dachsel:

„Sollte nicht jeder das ihm mögliche tun, unseren Planeten und dessen Bewohner zu schützen?“, meint Steffen Dachsel ganz selbstverständlich auf die Frage, warum ihm persönlich ökologisches Bauen so wichtig ist.
Bautätigkeiten verursachen einen großen Flächen-verschleiß in der Natur. Außerdem ist es ein enormer Ressourcenaufwand und –verbrauch, Gebäude zu bauen, zu betreiben oder auch zu beseitigen. Ganz zu schweigen von den schadstoffbelasteten Baustoffen, die vielen Menschen starke gesundheitliche Probleme bereiten. Hier  auf Naturstoffe zurückzugreifen hat viele Vorteile. Die Umwelt und die Ressourcen werden geschont.

Außerdem sollte man, gerade weil wir einen großen Teil unserer Zeit in Gebäuden verbringen, auf die Schadstofffreiheit der Materialien achten. Lehm verbessert signifikant die Raumluftqualität unter anderem durch seine feuchtigkeitsausgleichenden und schadstoffabsorbierenden Eigenschaften..Mehr dazu > hier klicken

 

Städte aus Lehm > Klick!

 

 

UNESCO Weltkulturerbe Yazd

In Yazd erleben wir heute noch von vielen  Lehmhäusern  gesäumten Altstadtgassen. Die uralte Wüstenstadt, umgeben von Kies, Salz- und Sandwüsten, ist für die alten Windtürme und die vielen wunderschönen alten Hofhäuser aus Lehm bekannt

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Genius der Erde

Im Anfang war die Erde

Seit der Zeit, als die Menschen vor fast zehntausend Jahren die ersten geschlossenen Siedlungen errichteten, war die Lehmerde, entsprechend den geschichtlichen und volkstümlichen Traditionen, einer der ersten Baustoffe, die auf unserem Planeten verwendet wurden – und ist es bis in unsere Zeit geblieben.
Denn mehr als ein Drittel der Erdbevölkerung lebt heute noch in Lehmbauten. Schon in der Antike machte man in Mesopotamien und im Ägypten der Pharaonen reichen Gebrauch von diesem Material. In Europa, in Afrika und im Mittleren Osten bauten die Römer und später die Moslems mit Lehm; in Asien verwendeten ihn die Indus-Völker, die buddhistischen Mönche oder die chinesischen Kaiser, die Indianer im Süden Nordamerikas, die Tolteken und Azteken in Mexiko und die Mochica in den Anden.

Nach der Eroberung Süd- und Mittelamerikas durch die Spanier verschmolzen die europäischen Techniken der Erdbauweise mit den einheimischen Traditionen, während in Afrika die Meisterschaft darin von so verschiedenen Kulturen erreicht wird wie den Berbern, den Dogon-Stämmen, den Aschantis, den Bamileken, den Haussa, den Völkern in den Königreichen von Ife und Dahomey und den Kaiserreichen von Ghana und Mali

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Lehm – aus ihm sind die phantastischen Moschee von  Burkina Faso in einer Atmosphäre von 1001-Nacht.  Aus Lehm sind die sagenumwobenen Paläste der berühmt-berüchtigten Könige von Dahomé.

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Aït-Ben-Haddou ist eine Jahrhunderte alte Lehmsiedlung des Berbervolkes im Süden Marokkos. Die historischen Häuser werden teilweise heute noch bewohnt und stellten bereits die Kulisse in zahlreichen Hollywood-Filmen.

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Aït-Ben-Haddou, oder auch Aït-Benhaddou geschrieben, liegt im Südosten Marokkos etwa 100km südöstlich von Marrakesch am Fuß der mächtigen Gebirgsregion „Hoher Atlas“. Aït-Ben-Haddou eine der wenigen noch halbwegs erhaltenen historischen Lehmsiedlungen im Süden Marokkos. Seit 1987 zählt Aït-Ben-Haddou zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Chan Chan war die Hauptstadt des präkolumbischen Chimú-Reiches und befand sich an der peruanischen Pazifikküste nahe der heutigen Stadt Trujillo in Peru. Sie entstand etwa um 1300, war wahrscheinlich die grösste Stadt der damaligen Zeit auf dem südamerikanischen Kontinent und wohl eine der grössten der Welt, die einzig aus Lehmziegeln errichtet wurde.

Verschiedene Kulturen haben ganze Städte in Lehmbauweise errichtet, von denen auf der Welt nur einige archäologische Zeugnisse erhalten geblieben sind: Jericho, das vor rund zehntausend Jahren erbaut wurde, Catal Hüyük in der Türkei, Harappa und Mohenjo-Daro in Pakistan, Achet-Aton in Ägypten, Chan-Chan in Peru, das berühmte Babylon im Irak, Medina Azzahra in der Nähe von Cordoba in Spanien, Khirokifia auf Kreta.
Auf den antiken Fundamenten sind bisweilen neue Städte errichtet worden, in denen die Erdbauweise beibehalten wurde; ein Beispiel dafür ist Lugdunum, die Hauptstadt des römischen Gallien, aus dem sich Lyon, die drittgrößte Stadt Frankreichs entwickelte. Viele der während der spanischen Eroberung in Amerika entstandenen Städte bezeugen noch jetzt die Verwendung der Lehmbauweise, wie zum Beispiel Santa Fe, die Hauptstadt des Staates New Mexico in den USA.
Lehmdörfer existieren in den Vereinigten Staaten, und vor allem zu Tausenden in ganz Europa: in den trockenen Regionen Spaniens und Italiens ebenso wie in den regenreichen Gebieten von England, Deutschland, Dänemark und Schweden. In Frankreich, wo mindestens fünfzehn Prozent der erhaltenen ländlichen Bausubstanz diese Tradition aufweist.

In der Tat baute man mit Lehmerde im 7. Jahrhundert vor Christus den berühmten Turm von Babel, dessen sieben Stockwerke die Höhe von neunzig Metern erreichten: Der erste Wolkenkratzer der Menschheit bestand aus Lehmerde! Dieser Turm hat den sozialen Katastrophen, deren Symbol er ist, nicht standgehalten. Doch zeugt die berühmte Chinesische Mauer, die, wie bekannt, am Anfang des 3.Jahrhunderts vor Christus in langen Abschnitten aus Lehmerde errichtet wurde, noch heute – mit vielen anderen Denkmälern – von der Festigkeit dieses Materials.
Aus diesem Grund haben sich viele Städte überall in der Welt zu ihrer Verteidigung mit Mauerringen aus Lehmerde umgeben: von Jericho, das wir schon erwähnt haben, bis zu der in neuerer Zeit errichteten Stadt Tiznit, die 1882 in Marokko entstand und zweifellos die letzte ist, die von derartigen Schutzmauern Gebrauch gemacht hat. Die Festigkeit und Dauerhaftigkeit des Lehms wurden von zahlreichen Heerführern von alters her bis zu unseren Tagen ausgenützt. Der römische Schriftsteller Plinius der Ältere berichtet, daß sich Hannibal dieses Baustoffs um 219 vor Christus in Spanien bediente. Die amerikanische Armee nahm während des Zweiten Weltkrieges die Fähigkeiten des militärischen Ingenieurkorps in Anspruch, um Absperrungen, Gebäude und Flugpisten aus Lehmerde zu errichten

 

 

 

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Im 1. Buch Mose, auch Genesis genannt, wird die Geschichte von Adam und Eva erzählt.

Juden und Christen kennen sie.

 

Als Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hatte, ließ er im Osten einen Garten anlegen, indem prächtige Bäume standen und deren Früchte gut schmeckten.

In der Mitte standen zwei besondere Bäume. Der Baum des Lebens, dessen Früchte Unsterblichkeit schenkten und der Baum der Erkenntnis, dessen Früchte Wissen verliehen, welches für den Menschen gut und schlecht seien konnte.

In diesem Garten wurde Adam von Gott aus dem Lehm des Ackerbodens erschaffen. Adam pflegte und schützte den Garten, weil Gott es so verlangte.

Auch im Koran ist Adam derjenige, den Gott „vor den Menschen in aller Welt“ auserwählt hat und ebenso wie im Alten Testament der Stammvater aller Menschen. Die Überlieferung bringt die Erschaffung Adams in engen Zusammenhang mit dem Hauptheiligtum des Islam, der Kaba in Mekka, denn sie berichtet, dass Gott Adam aus Lehm erschuf,

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Ich suche nicht – ich finde.

Finden, das ist das völlig Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt. Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer. Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die im Ungeborgenen sich geborgen wissen, die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht menschlich beschränkt und eingeengt das Ziel bestimmen. Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis, für jedes neue Erleben im Außen und Innen:

Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

(Pablo Picasso)

 

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Gestalt und Entwicklung des Baumes sind ein Gleichnis des Menschen. In der Erde wurzeln, in den Himmel hinein wachsen, grünen, blühen und Frucht tragen, schließlich welken und sterben – diese Lebensgesetze bestimmen auch den Menschen. Im Schoß einer Mutter wächst er heran und erblickt er das Licht der Welt, er entfaltet seine Anlagen und Fähigkeiten, ist Anderen Nahrung und Heimat, bis er im hohen Alter oder auch in jungen Jahren stirbt.

Der Wald, das grüne Wunder von Mutter Erde

 

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Darüber hinaus ist der Baum ein Symbol für das Leben allgemein; an ihm ist der bunte Kreislauf der Jahreszeiten und die ständige Entwicklung und Wandlung alles Lebendigen beispielhaft abzulesen. Freigebig spendet er Nahrung und Holz, Schutz und Schatten, und gilt deshalb als ein natürliches Zeichen für die Mütterlichkeit der Erde

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Webb der Wald spricht >>> höre gut hin!

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Von unseren Vorfahren und und in anderen Naturreligionen  wurden bestimmte emporragende oder breit verzweigte Bäume als Sitz von Göttern oder anderen numinosen Wesen und Mächten verehrt.

Die Weltesche „Yggdrasil“ repräsentierte in der germanischen Mythologie den Weltenbaum im Zentrum des Alls, die Verbindung zwischen Erde und Himmels. Seine Wurzeln tauchen hinab bis zum Herzen der Erde und seine Krone stützt das Himmelsgewölbe. Er versinnbildlicht den staunenswerten und erschreckenden Kosmos von Stein, Pflanze, Tier, Mensch, Erde, Sternenwelt, und den Lebensrhythmus von Vergehen und Neu-Werden.

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 Unten die Linde  auf dem Jusiberg mit freier Sicht ins weite Land

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 „Nur wenige können kreativ sein!“ Und DU?

 

 

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Spirituelle Übung: Der innere Baum

Wir betrachten einen Baum, nehmen ihn dann in unser Inneres, und merken nach einiger Zeit, wie wir mit ihm übereinstimmen. Wir werden mit ihm identisch. Er wird zum Zeichen unseres Wesens und hilft uns, tiefer zu unserem Wesen zu kommen.

Wir sitzen gesammelt in Meditationshaltung, lassen den Atem gehen, werden von seinem ruhigen Rhythmus zu noch tieferer Ruhe geführt und verharren bewegungslos mit geschlossenen Augen

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Wir stellen uns vor:

Wir sind in einer schönen Parklandschaft auf einer Wanderung … durch Wiesen und Wälder und über Hügel geht der Weg. Nun kommen wir aus dem Wald auf eine größere Wiese, auf der ein schön und frei gewachsener Laubbaum steht … Wir schauen ihn an … wir sehen die Ansätze der Wurzeln, die in den Boden greifen … den kräftigen Stamm, der sich erhebt … sehen die Stelle, an der die Äste beginnen … die weite, rundliche Krone, mit ihren Ästen und Zweigen, aus denen die Blätter und die Blüten hervorgekommen sind …. Wir schauen den Baum in Ruhe an, diese gesunde, kräftige, reiche Gestalt, und lassen ihn auf uns wirken … Der Baum ist wohltuend. Wir lassen ihn in uns eindringen. Wir schauen hin und atmen ihn ein … immer tiefer kommt er in unsere Mitte … nun steht er mitten in unserem Leib …

Über den Wurzeln in mir erhebt sich der kräftige Stamm. Langsam wächst er hinauf bis zur Herzhöhe … Er gibt mir Halt, Stehkraft, Beständigkeit.  Ich lasse mich von diesem kräftigen Stamm halten, tragen, beschenken … ich nähre mich von ihm … ich bin dieser Stamm

Über dem Stamm entfalten sich in mir die stärkeren Äste und die vielen kleinen Zweige … nach allen Seiten … nach vorn und hinten … rechts und links … und nach oben … Ich entfalte mich, gebe meinem Wesen Zeit, sich zu entfalten, hinaus in die freie Luft … Blätter wachsen hervor, an tausend Stellen … sie atmen die Luft ein, die mich umgibt … leben von ihr … Sie empfangen das Licht, das von oben kommt … Beides lasse ich geschehen … Ich fühle beglückt dieses Leben.

So stehe ich kraftvoll in mir, tief verwurzelt in meinem Grund … kräftig getragen von dem Stamm … entfaltet in den Zweigen … blühend, fruchtbar für andere … emporgestreckt nach oben … und hinaus in die Welt … nach allen Seiten gerichtet … und doch zusammengehalten, eins in mir … Ich fühle mein Dasein … ich spüre mein Wesen … ich vollziehe es.

Während ich so in Fülle stehe weiß ich, wohin die Wurzeln reichen: in den letzten, tragenden Grund … Die Zweige entfalten sich in den umgebenden, freien, lufterfüllten Daseinsraum und sein Geheimnis … Das ganze Wesen wächst empor, streckt sich nach oben … empfängt von dort Licht …. Mein Wesen blüht und trägt Frucht … denen zur Freude, die um mich sind … und zur Ehre jenes Unsichtbaren, aus dem alles hervorgeht, bei dem alles endet … Verwurzelt … umgeben … hingestreckt … beschenkt … blühend und fruchttragend … überall streckt sich mein Wesen in das umfassende Geheimnis und lebt aus ihm.

(Klemens Tilmann: Übungsbuch zur Meditation, Zürich/Einsiedeln/Köln 1964  S. 119f)

 

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Frei atmen!

Eine wesentliche Grundlage der Meditation ist die Verbindung mit unserer Mutter Erde.

Indem Du Dich mit der Mutter Erde verbindest, stärkst Du Dein Wurzel-­Chakra. Damit bist Du mit Deiner Basis-Energie und mit Mutter Erde verbunden.

Auch machst Du grundlegende Erfahrungen, die mit Raum, Platz, Verbundenheit und der Bildung Deines eigenen Willens zusammenhängen.

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„Lehrt eure Kinder, was wir unseren Kindern lehrten. Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne und Töchter der Erde. Denn das wissen wir: die Erde gehört nicht den Menschen – der Mensch zur Erde. Alles ist miteinander verbunden wie, das Blut das eine Familie vereint.“

(indianische Weisheit)

 

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Die zehn Gebote der Indianer.

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Jede Selbstverwirklichung hat eben auch ihre Konsequenzen und Nachteile, die man in Kauf nehmen muss, wenn man sich selbst und seine Träume verwirklichen will. Eine Portion Mut und Selbstvertrauen gehören also dazu wenn es heißt:

“Lebe Deine Träume, aber verträume nicht dein Leben”.

Mir ist das Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Freiheit sehr wichtig und ich weiß, dass ich deshalb auch ein gewisses Maß an “Alleinsein” aushalten können muss.

Man muss damit rechnen, dass man Neider hat, die einem den Lebensstil, das Nichtangepasstsein oder die Unabhängigkeit neiden. Das sind meistens die Menschen in unserer Gesellschaft, die wenig erreicht haben und der Meinung sind nur glücklich sein zu können, wenn sie den anderen straucheln sehen. Was sind das nur für kleingeistige Mitläufer und Nichtskönner.

Ich habe mit solchen Menschen noch nicht einmal Mitleid, denn die wissen nichts vom Leben….

Wer Sich selbst lebt weiß, dass man mit Zufriedenheit, Erfüllung und innerer Ausgeglichenheit belohnt wird. Klar ist der Weg zu sich Selbst und mit sich Selbst nicht immer einfach, aber am Ende meines Lebens kann ich dann vielleicht mit dem Satz von Edith Piaf abtreten:

“ICH BEREUE NICHTS. ICH HABE GELEBT.”

 

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                      Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen
Mörike, Eduard (1804-1875)

 

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Vom Paradiesweg am Jusi zum biblischen  Paradies dem Garten Eden im Zweistromland

 

 

 

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In den biblischen Erzählungen vom Garten Eden (1 Mose 2) symbolisiert der Baum des Lebens die uranfängliche Fülle, den „Pleromatischen Paradieseszustand“ (C.G.Jung), und der Baum der Erkenntnis die Gefährdung dieser ursprünglichen Einheit.

 

 

 

 

 

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„Mutter Erde“ bietet uns eine Bodenart, die wunderbar zum Modellieren und Gestalten von Figuren geeignet ist: den Lehm. Lehm ist „… ein aus Ton und Sand bestehendes Verwitterungsprodukt verschiedenster Gesteinsarten. Der enthaltene Tonanteil wirkt im Lehm wie ein Bindemittel und verleiht diesem ältesten Werkstoff der Menschheit die nötige Klebekraft. Lehm ist also nichts anderes als stark verunreinigter Ton. In vielen Schöpfungsmythen taucht der Lehm als ein Grundbaustoff des Lebens auf. Die fruchtbare Lehmerde auf unseren Äckern ist mit organischen Zerfallprodukten versetzt, durch mineralische Anteile weist sie unterschiedliche Färbungen auf.“ (LANGE/ STADELMANN 1996, S. 34)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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